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Einbruchmeldeanlage im Gewerbe: 5 EMA-Mythen
Almas Team
Eine Einbruchmeldeanlage wirkt nur dann, wenn sie richtig gedacht ist.
Die 5 größten EMA-Mythen, die Unternehmen immer noch glauben
Einbruchmeldeanlagen (EMA) sind in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil der Sicherheitsarchitektur. Dennoch zeigt die Praxis immer wieder, dass das vorhandene Potenzial häufig nicht vollständig genutzt wird. Der Grund dafür liegt meist nicht in der Technik selbst, sondern in falschen Annahmen darüber, wie eine Einbruchmeldeanlage tatsächlich wirkt und eingesetzt werden sollte.
Im Folgenden räumen wir daher mit fünf verbreiteten Mythen auf, die insbesondere im gewerblichen Umfeld immer noch weit verbreitet sind.
Mythos 1: „Eine EMA schreckt Täter nicht wirklich ab“
Tatsächlich entfaltet eine Alarmanlage im Gewerbe bereits dann eine abschreckende Wirkung, wenn sie sichtbar ist. Alarmanlagenkomponenten sowie deutlich platzierte Hinweis- und Warnschilder signalisieren potenziellen Tätern frühzeitig, dass ein Objekt gesichert ist. In vielen Fällen führt allein diese Sichtbarkeit dazu, dass Täter von ihrem Vorhaben Abstand nehmen.
Darüber hinaus kommt es entscheidend darauf an, wie die Einbruchmeldeanlage im Ernstfall reagiert. Während klassische Systeme häufig lediglich mit einer Sirene arbeiten, setzt Almas Industries auf eine Live-Täteransprache über die 24/7 besetzte Notrufleitstelle. Sobald ein Alarm als echt eingestuft wird, erfolgt eine direkte und unmissverständliche Ansprache der Eindringlinge.
Diese Kombination aus Sichtbarkeit und unmittelbarer Reaktion erhöht die abschreckende Wirkung deutlich und führt in der Praxis häufig dazu, dass Einbruchsversuche frühzeitig abgebrochen werden.
Mythos 2: „Fehlalarme sind halt normal“
Zwar lassen sich Fehlalarme nicht vollständig vermeiden, auch bei zunehmend eingesetzter Künstlicher Intelligenz in der Kameratechnologie. Entscheidend ist jedoch, dass sie nicht zur Routine werden. Deshalb wird bei Almas Industries nicht automatisch die Polizei alarmiert, sobald ein Signal eingeht.
Stattdessen erfolgt zunächst eine sofortige Alarmprüfung durch die Notrufleitstelle, in der Regel auf Basis von Video-Livebildern und Prüfung aller installierten Bewegungsmelder, Glasbruchmelder und weiterer Komponenten. Im Rahmen dieser Verifikation wird festgestellt, ob tatsächlich eine Gefährdung vorliegt. Auf diese Weise lassen sich unnötige Einsätze vermeiden.
Gleichzeitig wird sichergestellt, dass echte Alarme mit der erforderlichen Priorität behandelt werden. Zudem liefern Fehlalarme wertvolle Hinweise darauf, wo Prozesse oder Einstellungen optimiert werden können.
Mythos 3: „Nachts reicht die Alarmanlage völlig aus“
Häufig wird eine Einbruchmeldeanlage primär als Maßnahme für die Nacht betrachtet. In der Praxis entstehen Sicherheitslücken jedoch oftmals während des laufenden Geschäftsbetriebs. Prominentes Beispiel: Im Oktober 2025 gelang es mehreren Tätern, während der regulären Öffnungszeiten am Morgen in das Louvre-Museum in Paris einzudringen und Schmuckstücke der französischen Kronjuwelen zu stehlen.
Offene Nebenräume, gemeinsam genutzte Flure oder unzureichend gesicherte Technik- und Serverbereiche stellen potenzielle Risiken dar – auch ohne gelagerte Kronjuwelen.
Aus diesem Grund berät Almas Industries seine Kunden umfassend und individuell. Gemeinsam wird festgelegt, welcher räumliche Unternehmensbereich zu welcher Zeit und in welcher Form zu schützen ist. So entsteht ein Sicherheitskonzept, das den tatsächlichen Arbeitsalltag realistisch abbildet.
Mythos 4: „Im Ernstfall weiß schon jeder, was zu tun ist“
Ein Alarm allein sorgt noch nicht für Sicherheit. Entscheidend ist vielmehr, dass klare Abläufe definiert sind.
Als VdS-zertifizierter EMA-Errichter erarbeitet Almas Industries gemeinsam mit dem Kunden eine verbindliche Alarmkette. Diese legt fest, wer im Ernstfall informiert wird und welche Maßnahmen einzuleiten sind. Dazu gehören in der Regel die Live-Täteransprache sowie – bei bestätigtem Alarm – die Benachrichtigung von Sicherheitsdienst oder Polizei. Die Koordination übernimmt die Notrufleitstelle, sodass der Unternehmer selbst nicht aktiv eingreifen muss.
Mythos 5: „Innenräume sind weniger kritisch als Außenbereiche“
Während Außenbereiche häufig im Fokus von Sicherheitsmaßnahmen stehen, werden Innenräume oft unterschätzt. Dabei beginnen oder eskalieren viele Einbrüche genau dort – etwa in Lagern, Fluren, Büros oder sensiblen Technikräumen.
Daher empfiehlt Almas Industries abhängig von der jeweiligen Ausgangslage häufig die Kombination aus Einbruchschutz im Innenbereich und Perimeterschutz. Während der Perimeterschutz präventiv wirkt, sorgt die Einbruchmeldeanlage im Inneren für eine zuverlässige Detektion und Intervention. Zusammengenommen entsteht so ein deutlich höheres Sicherheitsniveau, das eben nicht nur Schwachstellen im Innenbereich „abschaltet“.
Fazit: Einbruchschutz wirkt, wenn Technik, Prozesse und Reaktion zusammenspielen
Eine Einbruchmeldeanlage ist kein isoliertes Technikprodukt. Ihre Wirksamkeit hängt entscheidend davon ab, wie sie geplant, betrieben und in ein ganzheitliches Sicherheitskonzept integriert wird.
Die zentrale Frage lautet daher nicht: Haben wir eine Einbruchmeldeanlage? Sie lautet: Ist unsere Alarmanlage im Unternehmen so aufgestellt und konzipiert, dass sie im Ernstfall zuverlässig schützt?
Als VdS-zertifizierter EMA–Errichter unterstützt Almas Industries Unternehmen, genau diese Frage fundiert zu beantworten. Kontaktieren Sie uns gern.
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