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Schrecken Einbruchmeldeanlagen wirklich ab?

Almas Team

Eine Studie wurde unter straffälligen Einbrechern durchgeführt, um festzustellen, welche Faktoren bei der Zielauswahl berücksichtigt werden.

Im Rahmen des Justizvollzugs wurde sowohl mit Männern als auch Frauen, die als Einbrecher straffällig geworden waren, eine Studie durchgeführt, wobei man ihnen die folgenden Fragen stellte:

  • Welche Faktoren werden von Einbrechern bei der Auswahl ihres Ziels berücksichtigt?
  • Was hält Einbrecher vom Einbrechen in spezifische Ziele ab?

Dies war Teil einer breit angelegten Studie über die Beweggründe bei Einbrüchen, bzw. über die Vorgehensweise dabei (wahrscheinlich nicht besonders geschickt, da die befragten Personen sich zum Zeitpunkt der Studie ja in Haft befanden) und zur Frage, ob das Geschlecht bei der Zielauswahl eine Rolle spielte.

Der Haken bei der Studie lag darin, nachzuweisen, dass eine Einbruchmeldeanlage Einbrecher vom Versuch abhält, sich verbotenerweise Zutritt zu einem Grundstück oder zu Räumlichkeiten zu verschaffen.

Welche Faktoren sind bei der Zielauswahl für Einbrecher entscheidend?

Ca. 50 % der Befragten waren zumindest an einem Haus- oder Wohnungseinbruch im letzten Jahr beteiligt und ca. 33% an Einbrüchen im gewerblichen Bereich.
Die meisten Einbrecher verwendeten Fahrzeuge, wobei diese nur zu einem Anteil von 12,5 % gestohlen waren und reisten damit über ganz unterschiedliche Entfernungen zum Tatort an, von ein paar Straßenzügen bis in andere Bundesstaaten.
Nur ca. 12 % der Einbrecher sagten aus, dass sie ihren Einbruch vollständig geplant hatten, obwohl ca. ein Drittel vor dem Diebstahl einige Informationen einholten, wobei Planung und Kalkül sich meist längstens über weniger als einen Tag erstreckte. Nur ca. 16 % der Befragten planten ihre Tat ein bis drei Tage im Voraus.

Für 41 % der Befragten ist die Entscheidung zur Tat oft eine impulsive Entscheidung, weitere 37 % gaben an, dass die Entscheidung von den Umständen abhängt – verständlich wird diese Aussage durch die Tatsache, dass bei einem großen Anteil (88 %) der Interviewten die Tatbegehung in Zusammenhang mit dem Erfordernis stand, ihre Drogenabhängigkeit zu finanzieren.

Was hält Einbrecher von der Auswahl bestimmter Ziele ab?

Die Tatsache, dass bei Begehung dieser Verbrechen oft einer Eingebung des Moments gefolgt wird, könnte dazu verleiten, den oberflächlichen Schluss zu ziehen, dass Sicherheitsmaßnahmen in gewisser Weise nutzlos sind. Dennoch ergab die Studie, dass eine Reihe von Faktoren berücksichtigt wird, wie z. B. folgende Aspekte:

  • Gebiete mit starkem Fußgänger- oder Fahrzeugverkehr
  • Nähe von Nachbarn
  • Die Frage, ob Immobilien bewohnt sind oder nicht
  • Fehlende Fluchtwege
  • Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Einbruchmeldeanlagen und sichtbare Überwachungsgeräte wurden von der Mehrheit der Einbrecher in Erwägung gezogen.

Für 60 % der Befragten wäre das Bemerken eines Alarms ein Grund vom Einbruchsversuch abzulassen. Dies gilt insbesondere für jene, die ihren Einbruch im Voraus geplant hatten.

Die meisten Einbrecher würden versuchen, das Vorhandensein eines Alarms festzustellen, bevor sie versuchen Räumlichkeiten aufzubrechen und in diese einzudringen. Von denjenigen, die bei ihrem Einbruchsversuch die Auslösung eines Alarms feststellen, würde etwa die Hälfte den Versuch abbrechen.
Einfach ausgedrückt: von 100 Einbrechern würden 60 nicht versuchen, in Ihr Eigentum einzudringen, wenn Sie über eine sichtbare Einbruchmeldeanlage verfügen.  Und von den 40, die in diesem Fall weitermachen, würden weitere 20 aufgeben, wenn sie feststellen, dass während des Einbruchversuchs ein Alarm bei Ihnen ausgelöst wird. Aus diesen Feststellungen kann somit klar abgeleitet werden, dass eine Einbruchmeldeanlage bis zu 80 % der potenziellen Einbrecher davon abhalten könnte, ihren Einbruch durchzuziehen.

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