Fragen und Antworten zum Thema Zutrittskontrolle

Zutrittskontrolle

Fragen und Antworten

 

1. Was ist der Unterschied zwischen einer Zutritts- und einer Zugangskontrolle?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die beiden Begriffe Zutritt und Zugang häufig synonym verwendet. In der Sicherheitsbranche handelt es sich jedoch bei der Zutritts- und Zugangskontrolle um zwei unterschiedliche Technologien.

Zutrittskontrolle:  

  • Schützt vor Diebstahl Ihrer Sachgüter
  • Verhindert unbefugtes Betreten Ihrer Räume, Gebäude etc.

Zugangskontrolle:

  • Schützt vor Diebstahl Ihrer Daten
  • Verhindert das unbefugte Verbinden mit Ihrem Informationssystem oder Kommunikationsnetz

 

Einsatzgebiete von Zutrittskontrollsystemen 

 

Zutrittskontrollsysteme sind in jeder Branche relevant. Ganz gleich ob Universität, Firmengelände, Warenlager oder Büroräume – an den unterschiedlichsten Orten befinden sich Personen, Sachwerte oder sensible Daten, die vor Schäden, Diebstahl oder Spionage geschützt werden müssen.

Gemäß § 9 des Bundesdatenschutzgesetztes (BDSG) sind alle Stellen, welche personenbezogene Daten verarbeiten, erheben oder nutzen, verpflichtet, technische bzw. organisatorische Maßnahmen zu treffen, um zu gewährleisten, dass die Sicherheitsanforderungen erfüllt sind. Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehören die Zugriffs-, Zutritts- und Zugangskontrolle (ZuKo).

 

2. Aus welchen Komponenten besteht ein Zutrittskontrollsystem?

Unabhängig davon, ob es sich um ein Wohn- oder Geschäftshaus handelt, wenn es darum geht, sich vor dem Eindringen unbefugter Personen zu schützen, spielt die Zutrittskontrolle eine wichtige Rolle.

Um die Sicherheit von Personen und Objekten zu gewährleisten, besteht ein Zutrittskontrollsystem meist aus folgenden Komponenten: 

– dem Identifikationsmittel wie z.B. einem Ausweis

– einem Lesegerät, das die Daten des Ausweises erfasst und diese an eine Zutrittskontroll-Einheit weiterleitet

– einer Zutrittssteuerungs-Zentrale bzw. -Software

– dem elektronischen bzw. mechatronischen Zylinder zum Öffnen bzw. Verriegeln der Tür

– Tür und Riegelkontakte, die den Einbruchversuch erkennen und den Alarm auslösen

– einer Verkabelung

– der Energieversorgung

 

3. Welche Arten von Zutrittskontrollsystemen gibt es?

Im Verlauf der Identifizierung übermittelt eine Person ihre Identität an das überwachende bzw. kontrollierende System durch:

– Wissen der Person (Bsp. PIN-Code, Passwort)

– Besitz eines Ident-Trägers (Bsp. Ausweis, Transponder etc.) und / oder

– Eigenschaften der Person (biometrische Merkmale)

Bei erhöhten Sicherheitsanforderungen wird oft eine Kombination aus „Wissen“, „Besitz“ und/oder „Eigenschaften“ verwendet.

Dabei ist eine ganzheitliche Betrachtung der Sicherheits-Anforderungen von großer Bedeutung. Es gibt 5 verschieden Arten der Zutrittskontrolle

  • manuelle Zutrittskontrolle
  • mechanische Zutrittskontrolle
  • elektronische Zutrittskontrollsysteme
  • mechatronische Zutrittskontrollsystem
  • physische Zutrittskontrollsystem

 

 

4. Warum benötige ich ein elektronisches Zugangs- bzw. Zutrittskontrollsystem?

Ein modernes Kontrollsystem, vereinfacht alle Sicherheitsmaßnahmen, die dazu dienen, Ihre Daten und Sachgüter zu schützen. Dadurch entstehen für Sie viele Vorteile:

  • Freiheit: Mit einem Zugangs- und Zutrittskontrollsystem haben Sie die Möglichkeit, alle Zutritts- und Zugangsrechte per Cloudlösung von der Ferne aus zu erteilen.
  • Einblick: Sie sind über alle Berechtigungen auf dem neuesten Stand. Sie sind immer auf dem Laufenden, wer sich in welchen Bereichen aufhält und wem Zutritt erteilt wurde.
  • Finanzielle Entlastung: Durch das schnelle und vereinfachte Erteilen von Berechtigungen entlasten Sie Ihre Mitarbeiter und sparen Geld.
  • Sicherheit:  Unberechtigten Personen wird der Zutritt zu Ihren Räumen und der Zugang zu Ihren Systemen maximal erschwert. Das Risiko eines Diebstahls wird so effektiv minimiert.
  • Wenig Risiko: Da Sie sich nicht mehr mit mechanischen Schlüsseln auseinandersetzen, stellt ein Schlüsselverlust kein Problem mehr dar.

 

5. Was ist eine biometrische Zutrittskontrolle und wie funktioniert sie?

Die biometrische Zutrittskontrolle ist eine Technologie, die den Zugang zu einem physischen Ort oder zu Informationen aufgrund von biometrischen Merkmalen einer Person ermöglicht oder verweigert. Biometrische Merkmale sind individuelle und einzigartige physiologische oder Verhaltensmerkmale einer Person, wie beispielsweise Fingerabdrücke, Gesichtszüge, Iris- oder Netzhautmuster, Stimme oder Handgeometrie.

Um biometrische Zutrittskontrolle zu ermöglichen, muss das System zuerst die biometrischen Merkmale einer Person erfassen und speichern. Dies geschieht in der Regel durch einen Scanner oder Sensor, der die Merkmale erfasst und ein Bild oder eine Messung erstellt. Die erfassten Daten werden dann in einer Datenbank gespeichert und mit den Daten von bereits registrierten Personen verglichen.

Wenn eine Person versucht, Zutritt zu einem physischen Ort oder zu Informationen zu erhalten, wird ihr biometrisches Merkmal erfasst und mit den in der Datenbank gespeicherten Daten verglichen. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, wird die Tür oder das System entsperrt und der Zugang gewährt. Wenn keine Übereinstimmung gefunden wird, wird der Zugang verweigert.

Biometrische Zutrittskontrolle wird in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, wie beispielsweise in Unternehmen, Regierungsbehörden, Banken, Gesundheitseinrichtungen und Flughäfen, um den Zugang zu sicherheitskritischen Bereichen und Informationen zu steuern. Es ist eine zuverlässige Methode zur Sicherung von Ressourcen und zur Verhinderung von unbefugtem Zugriff.

6. Welche Arten von biometrischen Merkmalen können für die Zutrittskontrolle verwendet werden?

Es gibt viele Arten von biometrischen Merkmalen, die zur Zutrittskontrolle verwendet werden können. Einige der häufigsten biometrischen Merkmale sind:

Fingerabdruck: Fingerabdruck-basierte Zutrittskontrollsysteme sind sehr verbreitet und können sehr genau sein. Fingerabdruckscanner erfassen das einzigartige Muster von Rillen und Erhebungen auf der Haut des Fingers.

Gesichtserkennung: Gesichtserkennungsbasierte Zutrittskontrollsysteme erfassen die Gesichtszüge einer Person und verwenden Algorithmen, um das Gesicht zu identifizieren.

Iris- und Netzhauterkennung: Iris- und Netzhauterkennungsbasierte Zutrittskontrollsysteme erfassen das einzigartige Muster der Iris oder der Netzhaut im Auge einer Person.

Spracherkennung: Spracherkennungsbasierte Zutrittskontrollsysteme verwenden die Stimme einer Person, um ihre Identität zu bestätigen.

Handgeometrie: Handgeometrie-basierte Zutrittskontrollsysteme erfassen die Größe und Form der Hand einer Person, einschließlich der Länge der Finger und der Abstände zwischen ihnen.

Signatur: Signatur-basierte Zutrittskontrollsysteme erfassen die Unterschrift einer Person und verwenden sie zur Identifikation.

Jedes biometrische Merkmal hat Vor- und Nachteile, und die Wahl des richtigen Merkmals hängt von der spezifischen Anwendung ab.

6. Was sind die Vorteile einer biometrischen Zutrittskontrolle?

Die Verwendung von biometrischen Merkmalen zur Zutrittskontrolle bietet eine Reihe von Vorteilen. Hier sind einige der wichtigsten:

Hohe Sicherheit: Biometrische Merkmale sind einzigartig und schwer zu fälschen, was die Sicherheit der Zugangskontrolle erhöht.

Kein Verlust oder Diebstahl von Zugangskarten oder -schlüsseln: Im Gegensatz zu herkömmlichen Zugangskontrollen müssen biometrische Merkmale nicht physisch mitgeführt werden, was das Risiko des Verlusts oder Diebstahls von Zugangskarten oder -schlüsseln minimiert.

Benutzerfreundlichkeit: Biometrische Systeme können einfach und schnell zu bedienen sein, ohne dass der Benutzer sich an Passwörter oder Zugangscodes erinnern muss.

Möglichkeit zur Echtzeitüberwachung: Biometrische Systeme können in Echtzeit überwachen, wer das Gebäude betritt oder verlässt, was zu einer besseren Überwachung und Kontrolle führt.

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