Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil – attraktive Föderung und Prämien für Ihr Unternehmen
Förderprogramme für die Digitalisierung Ihres Unternehmens
Digitalisierung entscheidet heute maßgeblich darüber, wie effizient und zukunftsfähig Unternehmen arbeiten. Gerade Lösungen wie digitale Zeiterfassung oder moderne Zutrittskontrollsysteme bringen spürbare Vorteile – sind in der Umsetzung aber oft mit Investitionen verbunden. Die gute Nachricht: Für genau solche Vorhaben gibt es zahlreiche Förderprogramme und Zuschüsse, die Unternehmen finanziell entlasten.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie Sie Ihre Digitalisierungsprojekte clever unterstützen lassen.
Warum wird gefördert?
Förderprogramme zur Digitalisierung zielen oft darauf ab, digitale Prozesse zu modernisieren und effizienter zu machen. Eine digitale Arbeitszeiterfassung beispielsweise fällt typischerweise darunter, weil sie …
- … analoge/ manuelle Abläufe ersetzt,
- Prozesse standardisiert und automatisiert,
- IT-Systeme oder Software einführt und
- oft zur IT-Sicherheit und besseren Daten-/Compliance-Strukturen beiträgt
Voraussetzungen, damit eine digitalisierte Arbeitszeiterfassung oder Zutrittskontrolle förderfähig ist
Damit die Förderung greift, sollte das Vorhaben typischerweise:
- Teil eines Digitalisierungsprojekts sein, also nicht nur eine kleine Insellösung, sondern Teil eines größeren Prozesses oder mit klarer Digitalstrategie.
- IT-basiert und zukunftsfähig sein, also Software-Lösungen, Cloud-Systeme, automatisierte Erfassung statt manuell/analog. So z.B. ist eine biometrische Erfassung des Arbeitszeitbeginns auch gleichzeitig eine digitale Erfassung.
- Projektplan & Kostennachweis haben, denn viele Programme verlangen eine Antragsvorlage vor Projektstart und eine klare Projekt- und Kostenbeschreibung.
Im Detail hängt die Förderfähigkeit natürlich immer vom jeweiligen Förderprogramm ab.
Deutsche Förderprogramme
Baden-Württemberg: Digitalisierungsfinanzierung
Das neue Programm Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank unterstützt Unternehmen in Baden-Württemberg bei Investitionen in digitale Vorhaben. Gefördert werden u. a. Investitionen in IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit, Software- und Cloud-Lösungen sowie digitale Weiterbildung. Die Förderung ist als zinsgünstiges Darlehen mit möglichen Tilgungszuschüssen und Landeszuschuss in höheren Stufen ausgestaltet und gilt für kleine und mittlere Unternehmen ebenso wie für größere Betriebe mit Standort im Land.
- Förderart: Zinsverbilligtes Darlehen mit möglichen Zuschüssen
- Ziel: Finanzierung digitaler Transformationsprojekte
- Antragsweg: über die Hausbank direkt bei der L-Bank
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Bayern: Digitalbonus Bayern – Digitalbonus Plus
- Das Förderprogramm Digitalbonus Bayern hilft kleinen Unternehmen im Freistaat, ihre Digitalisierung und IT-Sicherheit voranzutreiben. Es richtet sich an gewerbliche Betriebe mit Betriebsstätte in Bayern und unterstützt Investitionen in digitale Produkte, Verfahren und Prozesse. Der Bonus wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss für Digitalisierungs- und Innovationsmaßnahmen
- Digitalbonus Standard – Zuschuss bis ca. 7.500 € bei bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben.
- Digitalbonus Plus – für besonders innovative Vorhaben mit besonderem digitalen Neuheitsgrad, Zuschuss bis ca. 30.000 € (ebenfalls bis zu 50 % der Ausgaben).
- Zielgruppe: Kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Bayern.
- Entwicklung, Einführung oder Verbesserung digitaler Produkte, Dienstleistungen und Prozesse
- IT-Sicherheit und digitale Schutzmaßnahmen
- Bei Digitalbonus Plus insbesondere innovativer Technologieeinsatz wie KI, Robotik oder datenanalytische Anwendungen (Neuigkeits- und Innovationsnachweis erforderlich)
- Bedingungen: Anträge sind in der Regel vor Projektstart zu stellen; ein gültiges ELSTER-Unternehmenskonto ist oft erforderlich.
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Brandenburg: Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG – Digital)
Der Brandenburgische Innovationsgutschein (BIG-Digital) fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU) inklusive Handwerksbetriebe im Land Brandenburg bei Digitalisierungs- und Innovationsprojekten. Ziel ist es, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit durch digitale Organisations- und Prozessinnovationen zu stärken. Gefördert werden Beratungs-, Implementierungs- und Schulungsmaßnahmen rund um Digitalisierung – von der Analyse über die Einführung digitaler Technologien bis zur Qualifizierung der Mitarbeitenden.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss für Digitalisierungsprojekte
- Zielgruppe: KMU einschließlich Handwerk mit Betriebsstätte in Brandenburg
- Beratungsleistungen zur Identifikation digitaler Potenziale
- Umsetzung innovativer digitaler Technologien und Prozesse
- Schulung und Qualifizierung im Rahmen des Projekts
- Förderquote & Beträge: In der Regel 50 % der förderfähigen Ausgaben, mit projekt- und modulspezifischen Obergrenzen (z. B. bis zu mehreren hunderttausend Euro je nach Projektart)
- Voraussetzung: Projektbeginn erst nach Antragstellung, Mindestprojektvolumen meist ab ca. 5.000 €
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Hamburg: Hamburg Digital Check
- Mit dem Hamburg Digital Check unterstützt die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe und freiberuflich Tätige in Hamburg bei der Erarbeitung digitaler Transformations- und Digitalisierungsprojekte. Gefördert werden Beratungsleistungen, die zu einem konkreten Realisierungskonzept führen – etwa zur Analyse digitaler Potenziale, Informations- und IT-Sicherheit oder zur Strukturierung geplanter Maßnahmen.Kurz gesagt: Der Hamburg Digital Check hilft dabei, digitale Vorhaben systematisch vorzubereiten, indem er externe Beratungen finanziell unterstützt und ein tragfähiges Umsetzungskonzept fördert.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss für Beratungsleistungen
- Zielgruppe: KMU, Handwerk und freie Berufe mit Betriebsstätte in Hamburg
- Was wird gefördert: Beratung zur Digitalisierungsstrategie, Informationssicherheit, digitalem Wandel und der Erstellung eines umsetzungsfähigen Konzeptes.
- Förderkonditionen: Bis zu 50 % der Beratungskosten, maximal 7.500 € Zuschuss pro Vorhaben.
- Voraussetzung: Antragstellung vor Projektbeginn über das digitale eAntragsportal der IFB Hamburg.
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Hessen: Digi-Zuschuss
- Das Land Hessen fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und freie Berufe bei der Einführung digitaler Systeme, IT-Sicherheit und der digitalen Transformation mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss über die WIBank.
- Zielgruppe: KMU und freie Berufe mit Sitz in Hessen
- Förderinhalte: Digitalisierung von Prozessen, Hard- und Software, IT-Sicherheit, Einführung digitaler Systeme
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss
- Förderhöhe: bis 10.000 €, max. 50 % der förderfähigen Kosten
- Antrag: vor Projektstart über die WIBank (meist mit Bewerbungs-/Auswahlverfahren); zu prüfen ist, ob das Programm aktuell aktiv ist oder erst wieder neu aufgesetzt wird
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Mecklenburg-Vorpommern: Digitalisierungs- und Digital-Transformationsförderung
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es verschiedene regional ausgerichtete Zuschuss-Programme für Digitalisierungsvorhaben im Mittelstand. Dazu gehört vor allem die Digitalisierungsförderung für den Mittelstand, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen in digitale Technologien, Prozesse und IT-Lösungen unterstützt. Gefördert werden digitale Investitionen, neue digitale Prozesse und der Einsatz innovativer Technologien.
Aktuelle Infos: Digital-Förderung in MV
Nordrhein-Westfalen: Mittelstand Innovativ & Digital (MID)
- In Nordrhein-Westfalen unterstützt das Programm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung, Stärkung der IT-Sicherheit und Innovationskraft. Es richtet sich an Betriebe mit Sitz im Land und fördert Projekte, die digitale Produkte, Prozesse oder Sicherheitslösungen voranbringen.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss zur Digitalisierung und Innovation
- Zielgruppe: Kleine und mittlere Unternehmen mit Betriebsstätte in NRW
- Investitionen in digitale Produkte und digitale Sicherheitslösungen
- Einstellung von Hochschulabsolventen zur Umsetzung innovativer Digital- und IT-Projekte (optional)
- Bis zu 15.000 € für digitale Produkte und digitale Sicherheit
- Bis zu 48.000 € für die Beschäftigung von Hochschulabsolventen zur Projektarbeit
- Zweck: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung und Innovation
Gut zu wissen: Parallel gibt es bei der NRW.BANK weiterhin zinsgünstige Förderkredite zur Finanzierung digitaler Investitionen und Innovationen wie etwa den früheren Digitalisierungskredit, der seit 2025 Teil des neuen Programms NRW.BANK.Invest Zukunft ist und digitale Investitionsvorhaben mit attraktiven Konditionen unterstützt (z. B. Zinssatzvorteile und Tilgungsnachlässe)
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Rheinland-Pfalz: Implementierung betrieblicher Innovationen (ISB/EFRE)
Mit dem Förderprogramm „Implementierung betrieblicher Innovationen“ unterstützt Rheinland-Pfalz kleine und mittlere Unternehmen bei Innovations- und Digitalisierungsinvestitionen. Gefördert werden insbesondere digitale Prozess- und Technologieeinführungen, die die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss
- Zielgruppe: KMU mit Sitz oder Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz
- Förderinhalte: Digitale und technologische Innovationen in Produkten und Prozessen
- Förderhöhe: Bis zu 20 % (kleine Unternehmen) bzw. 10 % (mittlere Unternehmen) der Investitionskosten
- Antrag: Vor Projektstart über die ISB Rheinland-Pfalz
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Saarland: Digitalinvest KMU
Mit DigitalInvest KMU fördert das Saarland kleine und mittlere Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten in Form eines nicht rückzahlbares Zuschusses.
- Zielgruppe: KMU mit Sitz oder Betriebsstätte im Saarland
- Förderinhalte: Hard- und Software, digitale Prozesse, IT-Sicherheit, digitale Weiterbildung
- Fördersatz: bis 50 % (kleine Unternehmen), 30 % (mittlere Unternehmen)
- Antrag: vor Projektstart über das Landes-Förderportal
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Sachsen-Anhalt: IB-Digitalisierungsdarlehen
Das IB-Digitalisierungsdarlehen der Investitionsbank Sachsen-Anhalt hilft Unternehmen und Freiberuflern in Sachsen-Anhalt dabei, Digitalisierungsprojekte zu finanzieren. Gefördert werden Investitionen und laufende Ausgaben, die direkt im Zusammenhang mit der Digitalisierung stehen – etwa IT-Ausrüstung, Software, digitale Prozesse oder personelle Kapazitäten im Projekt.
- Förderart: Zinsgünstiges Darlehen zur Finanzierung digitaler Vorhaben
- Zielgruppe: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler mit Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt
- Was wird gefördert: Digitalisierung im Unternehmen – z. B. IT-Systeme, Software, digitale Projekte und damit verbundene Kosten
- Zeitraum: Förderzeitraum 2021–2027 (im Rahmen der Landesförderung)
- Vorteil: Ermöglicht finanzielle Entlastung bei der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien
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Schleswig-Holstein: Digitalisierungsmaßnahmen in kleinen Unternehmen (DKU)
Mit dem Programm Digitalisierungsmaßnahmen in kleinen Unternehmen (DKU) unterstützt Schleswig-Holstein kleine Betriebe bei der Umsetzung konkreter Digitalisierungsprojekte. Gefördert werden sowohl vorbereitende Beratungen als auch die anschließende technische Umsetzung – von neuen Software-Lösungen bis hin zu IT-Sicherheitsmaßnahmen.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss
- Zielgruppe: Kleine gewerbliche Unternehmen (< 50 Mitarbeitende) mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein
- Digitale Prozess- und Organisationsentwicklung
- Einführung von Hard- und Software
- Maßnahmen zur IT- und Informationssicherheit
- Förderhöhe: Bis zu 40 % der förderfähigen Ausgaben
- Struktur: Zweistufig (Beratung → Umsetzung)
- Antrag: Vor Projektstart über das Serviceportal Schleswig-Holstein
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Thüringen: Digitalbonus Thüringen
Der Digitalbonus Thüringen ist das zentrale Landesförderprogramm zur Unterstützung von Digitalisierungsprojekten in kleinen und mittleren Unternehmen. Gefördert werden Investitionen in Hard- und Software, IT-Sicherheit sowie begleitende Dienstleistungen und Schulungen. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss über die Thüringer Aufbaubank (TAB).
Gut zu wissen: Die Fördermittel sind zeitweise ausgeschöpft. Unternehmen sollten den Status regelmäßig prüfen, da bei neuen Haushaltsmitteln mit einer Wiederöffnung der Antragstellung zu rechnen ist.
- Förderart: Nicht rückzahlbarer Zuschuss
- Zielgruppe: KMU der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Thüringen
- Digitalisierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen
- Einführung oder Ausbau von IT-Systemen und Software
- Maßnahmen zur IT- und Informationssicherheit
- Projektbezogene externe Dienstleistungen und Schulungen
- Förderkonditionen (bei geöffnetem Programm):
- Bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben
- Zuschuss in der Regel bis 15.000 €
- Antragsweg: Online über das Förderportal der Thüringer Aufbaubank (TAB)
Weitere Förderprogramme in Deutschland
Neben den genannten Programmen der Bundesländer gibt es weitere Fördermöglichkeiten zur Digitalisierung auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene. Einen umfassenden Überblick über aktuell verfügbare Förderprogramme bietet die Förderdatenbank des Bundes, in der Förderangebote gezielt nach Thema, Region und Unternehmensgröße recherchiert werden können.
Zur Förderdatenbank
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